close
loading
header

Aktuell

"Die Direktvermarktung bringt unseren Bäuerinnen und Bauern ein zusätzliches Ein-kommen und trägt so zum Erhalt von landwirtschaftlichen Betrieben und Arbeitsplät-zen im ländlichen Raum wesentlic ...
mehr >>>
„Noch nie waren regionale Lebensmittel so im Trend wie jetzt. ProfessionelleDirektvermarkterinnen und Direktvermarkter setzen auf verschiedene Vertriebswege, damit sie ihre Kunden bestmöglich erreiche ...
mehr >>>
Umstellung gemeistertEine Herausforderung war die Umstellung vom Österreichischen Lebensmittelrecht auf das Hygienepaket der EU. Aufgrund dieser Umstellung und den erwarteten Änderungen wurde 2005 das ...
mehr >>>
Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und dem Genussland Kärnten organisierte der Landesverband bäuerlicher Direktvermarkter Kärnten die Kärntner Rohpökelwarenprämierung 2011. Die besten Produkte un ...
mehr >>>
St. Pölten: Die Qualitätssiegel „Gutes vom Bauernhof“ und „TOP Heuriger“ stehen für „Genuss mit Garantie“. KonsumentInnen können damit sicher sein, Produkte und Dienstleistungen in bester Qualität zu ...
mehr >>>
Mit der Initiative „Gutes vom Bauernhof bei ADEG“ werden Produkte bäuerlicher Direktvermarkter, die nach den Richtlinien von „Gutes vom Bauernhof“ produzieren, nach einem einheitlichen System ab jetzt ...
mehr >>>
Wie erkenne ich gute Lebensmittel?Wie gehe ich damit um?Was mache ich daraus?Nur mit guten Lebensmitteln lässt sich Gutes und Gesundes kochen! Kluges Vorgehen beim Einkaufen, Frischlagern und Bevorrat ...
mehr >>>
FastensuppeZutaten für 4 Personen:30 dag Kartioffel1 l Wasser15 dag Wurzelgemüse3 dag Butter ZwiebelSalzPetersilieKümmelverschiedene KüchenkräuterZubereitung:Kartoffel und Gemüse schälen und in k ...
mehr >>>
Die neue Website präsentiert sich in frischem Design, einer übersichtlichen Gestaltung und einer optimierten Suchfunktion nach Gutes vom Bauernhof Betrieben und bäuerlichen Spezialitäten. Bäuerliche D ...
mehr >>>

Direkt beim Bauern kaufen gibt Sicherheit und schafft Vertrauen

04.01.2012

Direktvermarktung bringt zusätzliches Einkommen für bäuerliche Betriebe

Bild Aktuelles

"Die Direktvermarktung bringt unseren Bäuerinnen und Bauern ein zusätzliches Ein-kommen und trägt so zum Erhalt von landwirtschaftlichen Betrieben und Arbeitsplät-zen im ländlichen Raum wesentlich bei. So mancher Nebenerwerbsbauer kann mit der Verarbeitung und Vermarktung der eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse seinen Hof wieder im Vollerwerb führen. Darüber hinaus ist die Direktvermarktung zu einem Gutteil für das ausgezeichnete Image der Landwirtschaft verantwortlich. Wir wissen, dass der direkte Kontakt zwischen Kunden und Erzeugern Sicherheit gibt und Vertrauen in bäuerliche Lebensmittel, aber auch in die Österreichische Landwirtschaft als Produzenten wertvoller Rohstoffe aufbaut", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich.
 
Große ökonomische Bedeutung
Die Direktvermarktung hat für Österreichs Landwirtschaft eine große ökonomische Bedeu-tung. Für etwa 46.000 Höfe, das ist knapp ein Drittel aller landwirtschaftlichen Betriebe, ist die Direktvermarktung wirtschaftlich wichtig. Rund 23.000 Direktvermarkter erwirtschaften bis zu 10% ihres Einkommens mit dem Verkauf ihrer Produkte. Etwa 12.000 Betriebe (27%) erzielen durch die direkte Vermarktung bis zu 50% ihres Einkommens und circa 11.000 Betriebe sogar mehr als 50%. (Quelle: Studie KeyQUEST 2010, im Auftrag des Agrar.Projekt.Verein).
 
Die bedeutendste Produktgruppe ist dabei das Fleisch. 39% der Direktvermarkter verkaufen Fleisch und Fleischerzeugnisse und fast jeder fünfte Schweinehalter (18%) verarbeitet und vermarktet einen Teil seiner Produktion selbst. Milch und Milcherzeugnisse werden zwar von vielen Direktvermarktern (31% aller Direktvermarktungs-Betriebe) angeboten, sind aber nach Angaben der Produzenten weniger bedeutend. Vor allem für Betriebe mit Obst- und Gemüsebau bringen der Direktverkauf bzw. die Herstellung von Verarbeitungserzeugnissen höheren Einnahmen.
 
Entwicklung der Direktvermarktung
Für 29% der Betriebe ist nach eigenen Angaben die Direktvermarktung in den letzten fünf Jahren wichtiger geworden und für 61% ist die Bedeutung gleich geblieben ist. Jene Betriebe (10%), bei denen die Direktvermarktung an Stellenwert verloren hat, gaben an, dass Zeit-mangel der wichtigste Grund für die Reduktion sei. Im Vergleich mit Ergebnissen einer Studie aus dem Jahr 2004, zeigt sich die Zahl der Profis unter den Direktvermarktern annähernd stabil.
 
Direktvermarktung und EU-Agrarpolitik
Seit geraumer Zeit wird auch auf europäischer Ebene die Bedeutung der Direktvermarktung erkannt. In der Gemeinsamen Agrarpolitik sind "direct sales", "short supply chains" und "local products” Themen geworden. Es geht um Kooperationen und wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen, um die soziale Beziehung zwischen Erzeuger und Verbraucher, um das Lernen der Verbraucher über Lebensmittelproduktion und um eine höhere Wertschöpfung der Kleinbetriebe. In Europa wird das für die Periode nach 2013 im Rahmen der "Ländlichen Entwicklung" und "Promotion" zur Stärkung der Qualität, über die Unterstützung von Maßnahmen zur Forcierung kurzer Vertriebswege und lokaler Produkte in Aussicht gestellt.
 Spezielle Bedürfnisse der Mitgliedsstaaten, bestehende Initiativen und Marken sollen integriert werden. "Das Markenprogramm "Gutes vom Bauernhof" gilt auf EU-Ebene mit seinen seit über zehn Jahren etablierten Kriterien als Vorbild und Maßstab. Wichtig für uns ist, dass Definitionen und Kriterien so formuliert werden, dass sich die Erzeuger und Akteure in den Regionen entwickeln können und dabei unterstützt werden. Großmärkte und Handelsketten, die global mit Produkten aus Regionen werben, sollen diesen Markt nicht für ihre Interessen vereinnahmen können. Denn, nicht alles was sich regional oder lokal nennt, ist es auch tatsächlich", so Wlodkowski abschließend.

AutorIn: Dr. Josef Siffert
Passwort vergessen?