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Heritzer: Direktvermarktung – keine verpflichtende Nährwertkennzeichnung

02.02.2016

Die Ausnahme von der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung für bäuerliche Direktvermarktungserzeugnisse ist grundsätzlich in der EU-Verordnung zur Information der Verbraucher über Lebensmittel (V0 (EG) Nr. 1169/2011 Anhang V) festgelegt. „Erfreulich ist, dass die konkrete Anwendung dieser Ausnahme sehr praxisgerecht möglich ist. Damit wird anerkannt, dass gerade bäuerliche Spezialitäten keine standardisierten Massenprodukte sind.“, so Anton Heritzer, Sprecher der Direktvermarkter Österreichs.

Bild Aktuelles

Österreich hat Klarheit für Direktvermarkter geschaffen
Von der Nährwertkennzeichnungspflicht befreit sind alle Direktvermarktungserzeugnisse mit allen Vertriebsvarianten, wie

  • der Verkauf Ab Hof,
  • in Bauernläden,
  • auf Märkten,
  • im Rahmen der Hauszustellung oder
  • beispielsweise auch im Supermarkt,


unabhängig davon, wie die Verkaufsanbahnung
(Postwurf, Internet etc.) bzw. die Zustellung erfolgt. Entscheidend ist, dass die Produkte regional und punktuell vertrieben werden.

Was fällt unter "regionaler und punktueller Vertrieb"?
Darunter fallen lokale Einzelhandelsgeschäfte oder auch Supermärkte, etwa mit "Regionalregal" oder mit einer "Bauernecke".

Nährwertkennzeichnung für ...
... Produkte, die flächendeckend in ganz Österreich erhältlich sind oder ins Ausland verkauft werden, fallen allerdings nicht in die Ausnahme und für diese gilt ab 13. Dezember 2016 die Verpflichtung zur Kennzeichnung bestimmter Nährwerte (Kalorien, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz).

Praxistaugliche & rechtlich verbindliche Interpretation
Die Regelung in Österreich ist aufgrund der Verlautbarung durch das Gesundheitsministerium verbindlich und beruht nicht wie jene in Deutschland auf einem Gutachterbeschluss ohne rechtsverbindlichen Charakter. „Die österreichische Regelung ist für die Betriebe günstiger, da es weder eine km-Begrenzung noch eine Obergrenze für Umsatz oder Mitarbeiteranzahl gibt. Aufgrund der Verhandlungen mit dem Gesundheitsministerium und mit Vertretern der Landwirtschaftskammer und Wirtschaftskammer ist eine gute und praxistaugliche Interpretation erreicht worden", betont Heritzer.

Bildquellen:
Titelbild: Stinglmayr
Weitere Bilder: Agrar.Projekt.Verein/Lechner; Anton Heritzer

AutorIn: Dr. Martina Ortner
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