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Gute Untersuchungsergebnisse – Bildungsprojekte zeigen Früchte

04.01.2012

Direktvermarkter erfüllen Anforderung der Lebensmittelsicherheit in hohem Ausmaß

Bild Aktuelles

Umstellung gemeistert
Eine Herausforderung war die Umstellung vom Österreichischen Lebensmittelrecht auf das Hygienepaket der EU. Aufgrund dieser Umstellung und den erwarteten Änderungen wurde 2005 das Bildungsprojekt „Bildungsoffensive Direktvermarktung“ und nachfolgend die „Qualitätsoffensive
Direktvermarktung“ gestartet. Ziel dieser Projekte ist die praxistaugliche Aufbereitung sämtlicher Anforderungen in der Direktvermarktung, insbesondere der lebensmittel und hygienerechtlichen Bestimmungen. Konkret werden Unterlagen mit den Anforderungen an die Direktvermarktungsbetriebe als Lebensmittelunternehmen ausgearbeitet, die allen Beratungs- und Lehrkräften im Bereich Direktvermarktung zur Verfügung stehen. Bei regelmäßig stattfindenden Schulungen für die Multiplikatoren werden die Anforderungen erläutert und Spezialfälle oder Fragen behandelt, sodass Beratungs- und Lehrkräfte die Betriebe und Schüler bestmöglich informieren, beraten und schulen können. Sämtliche Unterlagen stehen via Intranet der Landwirtschaftskammer zur Verfügung.

Gute Ergebnisse bei Lebensmittel- und Veterinärkontrollen
Dass diese Bildungsprojekte Früchte tragen, zeigen die Ergebnisse des erstmals veröffentlichten Lebensmittelsicherheitsberichtes des Gesundheitsministeriums 2010.
www.bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/VerbraucherInnengesundheit/Lebensmittel/Der_Lebens
mittelsicherheitsbericht_2010

Insgesamt führte die Lebensmittelaufsicht im Jahr 2010 43.529 Betriebskontrollen mit ca. 31.000 Probennahmen durch. Von den Proben wurden 22% beanstandet, und zwar vor allem wegen Kennzeichnungsmängeln. Gesundheitsschädlich waren nur 0,6% (v.a. Spielzeug), weitere 4,5% waren für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Die Landesveterinäre kontrollierten außerdem 23.115 Fleisch- und 3.501  Milcherzeugerbetriebe.

Bei den Betriebskontrollen der Lebensmittelaufsicht schneiden die rund 480 überprüften und getrennt ausgewiesenen Direktvermarkter, mit einer Beanstandungsquote von 5 % sehr gut ab. Bei drei von vier Beanstandungen handelt es sich um Kennzeichnungsfehler. (LMSB, Seite 45, Betriebsgruppe 2702 bis 2706). Ein ähnliches Ergebnis zeigen die Veterinärkontrollen bei Fleischbetrieben (LMSB Seite 46). Bei Kleinschlachthöfen wurden 2010 nur 15 % der Betriebe beanstandet und hier handelt es sich am häufigsten um Dokumentationsmängel (4,8%). Tätigkeitsbezogene  Hygienemängel und bauliche Mängel waren bei 3,7% bzw. bei 2,5% der Beanstandungen ausschlaggebend. Kontrolliert wurden 1849 Betriebe im Rahmen von 1895 Kontrollbesuchen.

Auch die Kontrollergebnisse bei Betrieben mit Schlachtung von Geflügel und Kaninchen bis 10.000 Stück pro Jahr, bei der Direktvermarktung von Geflügel und Kaninchen, sowie bei der Schlachtungen von Farmwild und Huftieren bis 10 GVE pro Jahren weisen eine geringe Beanstandungsquote auf.

Internet-Zugang
Demnächst erhalten alle Gutes vom Bauernhof-Betriebe einen Zugang zum Intranet der Homepage www.gutesvombauernhof. Hier sind für Profibetriebe sämtliche Anforderungen und Schulungsunterlagen jederzeit abrufbar. Die Betriebe können sogar die Auffrischung der Hygieneschulung zuhause am eigenen PC online absolvieren (www.hygiene-schulung.at).


Gezielte Weiterbildung
„Die Direktvermarkter erfüllen die Anforderungen der Lebensmittelsicherheit in einem hohen Ausmaß. Die konsequent verhandelten Spielräume des Hygienepakets für kleine Betriebe in Kombination mit einer durchdachten Schulungstätigkeit durch die Landwirtschaftskammern sind erfolgreich. Die Landwirtschaftskammern setzen daher auf gezielte Weiterbildung und werden sich auch weiterhin stark im Bildungsbereich engagieren. Entscheidend ist, dass es den Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter gelingt sich mit den Anforderungen auseinander zu setzen. Sobald die Anforderungen mit dem Ziel der Erreichung einer höchstmöglichen Lebensmittelsicherheit verstanden werden, gelingt zumeist auch die Umsetzung. Den Direktvermarkterinnen und Direktvermarkter ist bewusst, dass die Basis für Ihren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg in der Direktvermarktung, die nachhaltige und sichere Produktion von Lebensmitteln auf einem hohen Qualitätsniveau ist“, so Ortner abschließend.

AutorIn: Dr. Martina Ortner, Qualitätsoffensive Direktvermarktung, LK Österreich
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