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Sechzehn OÖ Spargelbauern eröffneten die gemeinsame Spargelsaison

02.05.2017

Im Laufe der letzten Jahre entwickelte sich der Spargel zum beliebten „Trend-Gemüse“. 16 heimische Produzenten ernteten im vergangenen Jahr insgesamt etwa 500 Tonnen Spargel. Von den rund 70 Gemüsearten in Oberösterreich belegt der Spargel inzwischen neun Prozent der Gemüseanbaufläche und elf Prozent der Spartenwertschöpfung. Durch den Kälteeinbruch gehen die Erntemengen beim weißen Spargel zurück, beim Grünspargel verursacht starker Frost einen Ernteausfall von einer Woche.

Bild Aktuelles

„Der großflächige Spargel-Anbau begann in Oberösterreich 1988 auf zwei Betrieben, mittlerweile gibt es sechzehn bäuerliche Spargel-Produzenten und es werden derzeit auf ca. 120 Hektar Acker rund 38 Hektar weißer und 82 Hektar grüner Spargel produziert“, erläutert Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Die Aufteilung von weißem und grünem Spargel ist stark unterschiedlich und hängt wesentlich von der Lage des Betriebes und der damit verbundenen Bodenbeschaffenheit der Felder ab.

Österreichweit wird auf rund 800 Hektar Spargel angebaut, der meiste davon in Niederösterreich, nämlich auf rund 580 Hektar. Der Rest verteilt sich auf Oberösterreich, Kärnten, die Steiermark und das Burgenland.

Spargel: erntefrisch auf den Tisch
Spargel wird frühmorgens in mühevoller Handarbeit geerntet, gewaschen, geschnitten, sortiert und gekühlt. Die tägliche Ernte – sofort abholbereit vom Hof bzw. prompt geliefert – bürgt für beste Qualität. Frischer Spargel ist in Österreich ca. zehn Wochen hindurch erhältlich, die Haupterntezeit dauert durchschnittlich nur acht Wochen und beginnt im Freiland, je nach Witterung, um den 20. April und endet etwa um den 20. Juni. Die Witterung der letzten sechs Wochen mit viel Wärme und ausreichenden Niederschlägen bewirkte heuer einen sehr frühen Erntestart.

Kälteeinbruch
Die Spargelbauern hoffen, dass sich die Schäden in den Kulturen nach dem Kälteeinbruch in Grenzen halten werden. Beim weißen Spargel kühlt der Damm aus, die Erntemengen gehen daher zurück. Bei starkem Frost, friert der Grünspargel ab. Diese abgefrorenen Stangen sind nicht zu verwenden, müssen abgeschnitten werden und es muss etwa eine Woche lang auf den nächsten Aufwuchs nach dem Frost gewartet werden. Ein verregnetes Frühjahr (wie 2015) oder das Auftreten von Spätfrost (wie zB Ende April 2016) kann die Ernte, insbesondere beim „ungeschützten“ Grünspargel, beträchtlich reduzieren.

Spargel dann genießen, wenn er bei uns reif ist
Die Landwirtschaftskammer OÖ plädiert dafür, dass der Spargel dann genossen wird, wenn er aus regionaler Produktion zur Verfügung steht. „Aktionen der Handelsketten, die bereits ab Anfang März, die Kunden mit Spargel zB aus Peru oder Marokko zum Kauf locken, sind für unsere bäuerlichen Betriebe nicht hilfreich“, betont Reisecker.

Saisonende
„Kirschen rot – Spargel tot“ – der alte Bauernspruch besagt, dass nach dem Johannistag, dem 24. Juni, kein Spargel mehr gestochen werden soll, weil die Spargelkultur ausreichend Regeneration braucht um wieder frische Kraft für das nächste Jahr zu tanken.

Regionale Spargelrezepte finden Sie auf www.regionale-rezepte.at

Fotocredit: LK OÖ/Hamedinger

AutorIn: Mag. Elisabeth Frei-Ollmann,LK OÖ
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