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Auf den heimischen Spargelfeldern herrscht zurzeit Hochsaison

15.05.2017

Die Spargelstangen werden in den Gastronomiebetrieben zu köstlichen Gerichten verarbeitet und die Konsumenten können diesen in jeder beliebigen Qualität bei den bäuerlichen Direktvermarktern erwerben: ob grün, weiß, als Solo- und Classic-Spargel oder auch als Bruch für die Spargel-Suppe.

Bild Aktuelles

Beliebtes Trendgemüse
Bis ins 17. Jahrhundert war nur der Grünspargel bekannt und als Gemüse in Klöstern und an Fürstenhöfen geschätzt. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts kam der in Erdwällen herangezogene Bleichspargel auf. Heute ist der Spargel als Kulturpflanze in allen Ländern mit gemäßigtem, warmem Klima und entsprechend geeigneten leichten bis mittelschweren Böden verbreitet.

Damit die Spargelstange lang wird, kultiviert man die Pflanze in angehäuften Hügelbeeten und „sticht“ den Spargel mit einem besonderen Spargelstech-Messer, wenn sich die ersten Risse in der Erdoberfläche zeigen. Der Spargel behält die blasse Farbe, solange er in der lichtgeschützten Erde steckt. Bricht der Kopf der Sprosse durch die Erde, verfärbt sich dieser violett bis blau, bei längerer Lichteinwirkung grün.

Die OÖ Spargelbauern garantieren durch ihre täglich frische Ernte, die geschlossene Kühlkette und kurze Lieferwege eine möglichst gute Qualität für die Konsumenten.

Tipps für den Einkauf

  • Der qualitativ hochwertige Spargel muss einen festen, geschlossenen und unbeschädigten Kopf haben, soll gerade gewachsen sein und darf weder hohl noch holzig sein.
  • Besonders frischen Spargel erkennt man am Glanz und an der noch feuchten Schnittstelle. Er ist prall, bricht aber auch leichter und „klingt“ beim Aneinanderreiben
  • Verfärbter Spargel (violette bis grüne Köpfe) ist meist preislich günstiger, aber intensiver im Geschmack (keine Qualitätsminderung).
  • Fingerprobe: Beim Eindrücken mit dem Fingernagel muss frischer Spargel saftig bleiben.

Gute Gründe um Spargel zu Essen
Spargel enthält pro Portion (500 Gramm) 80 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C und etwa die Hälfte des Folsäure- und Kaliumbedarfs und liefert nur wenig Energie, ist also für figurbewusste Genießer allererste Wahl.
Grünspargel besitzt aufgrund eines hohen Chlorophyllgehalts ein kräftigeres Aroma und enthält mehr Vitamin C als weißer Spargel.

Klassische Zubereitung für weißen und grünen Spargel
Weißen Spargel unterhalb der Spitze beginnend abwärts schälen. Es dürfen keine Schalenreste am Spargel bleiben. Harte Enden abschneiden. Sodann in kochendem Salzwasser mit etwas Zitronensaft, einem kleinen Stück Butter und einer Prise Zucker ca. acht bis zwölf Minuten garen (je nach Stangenstärke). Naturbelassen und unverfälscht ist dieses Gemüse am besten nur mit zerlassener Butter, mit heurigen Kartoffeln, Butterbröseln und gekochtem Schinken zu genießen.

Den grünen Spargel im unteren Drittel schälen, harte Enden abschneiden und im kochenden Salzwasser mit einer Prise Zucker ca. fünf bis zehn Minuten garen (je nach Stangenstärke). Sicherheitshalber eine Garprobe machen. Der Spargel sollte bissfest sein! Wenn der Spargel zum Beispiel für Salat verwendet wird, diesen nach dem Herausnehmen aus dem Sud mit kaltem Wasser abschrecken, damit er seine schöne Farbe behält.

Tipp: Immer etwas leicht Fetthaltiges zum Spargel essen, um die Verwertung der fettlöslichen Vitamine A und E zu verbessern.

Perfekte Lagerung
Den Spargel nie offen liegen lassen, weil er sonst schnell an Feuchtigkeit verliert. Den weißen Spargel sollte man komplett in ein feuchtes Tuch einwickeln. Im Gegensatz dazu braucht der grüne Spargel nicht so viel Feuchtigkeit und die Köpfe sollten unter dem Tuch herausragen. Beide Arten können so etwa zwei bis drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Spargelkochkure:
Die Landwirtschaftskammer OÖ bietet mit ausgebildeten Seminarbäuerinnen Spargelkochkurse für Konsumenten an. Termine dazu findet man auf www.lfi-ooe.at.

Regionale Spargelrezepte finden Sie auf www.regionale-rezepte.at

Fotocredit: LK OOE/Hamedinger

AutorIn: Mag. Elisabeth Frei-Ollmann, LK OOE
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