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Erdbeer-Ernte 2017: Heimische Erdbeeren schmecken am besten

22.05.2017

In diesen Tagen ist die heurige Erdbeersaison angelaufen. Es zeichnen sich sehr gute Qualitäten ab. Die Mengen sind durchschnittlich, liegen zum Teil aber auch unter dem Durchschnitt. Vermarktet werden die Erdbeeren ab Hof sowie unmittelbar bei den Erdbeerfeldern am Straßenrand, in Bauernläden und im Lebensmittelhandel.

Bild Aktuelles

Erdbeeren zählen in Österreich zu den beliebtesten Früchten. Statistisch betrachtet werden jährlich ca. 4 kg pro Kopf von den Österreichern gegessen. Rund 40% aller Beerenfrüchte, die im Lebensmittelhandel gekauft werden, sind Erdbeeren. Die heimischen Konsumenten kauften im Jahr 2016 rund 10.000 t dieser roten Frucht, 20% davon über alternative Vertriebsquellen wie Direktvermarktung oder Selbstpflückfelder. Der Bioanteil liegt bei gut 7%.

Die Erdbeere gehört zu den kalorienärmsten Obstarten. Ananas-Erdbeeren sind auch Spitzenreiter bei den Vitaminen. So haben sie etwa mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Die sensiblen Erdbeeren sollten schonend behandelt und deshalb immer erst unmittelbar vor dem Verzehr oder der Zubereitung gewaschen werden. Erdbeeren reagieren auch sehr empfindlich auf falsche Lagerung und lange Transportwege.

Niederösterreich ist das größte "Erdbeerland"
Auf rund 1.140 ha landwirtschaftlicher Fläche wachsen in Österreich die begehrten Erdbeeren. Mit 456 ha und einer Produktionsmenge von durchschnittlich 5.000 t ist hier Niederösterreich führend, gefolgt von Oberösterreich mit 320 ha und 2.700 t. In der Steiermark gibt es auf 160 ha Erdbeerkulturen.

... zu Niederösterreichs Erdbeerfeldern

45 Betriebe im Burgenland
In Wiesen und den umliegenden Gemeinden bewirtschaften rund 45 Betriebe im Voll- oder Nebenerwerb eine Fläche von ca. 60 ha mit Erdbeeren. Punktuell werden auch in anderen Bezirken Erdbeeren angebaut (z.B. zum Selberpflücken).

100 Erdbeerbauern in Oberösterreich
Erdbeeren werden in Oberösterreich von rund 100 Bauern auf einer Gesamtfläche von rund 400 ha kultiviert. Aufgrund der diesjährigen Spätfröste gehen sie von Ertragseinbußen von etwa 20% aus.
Die Besonderheit des oberösterreichischen Erdbeeranbaues ist die Möglichkeit, die gestaffelt reifenden Früchte von Mitte Mai bis Mitte Juli anbieten zu können. Erdbeeren gibt es nördlich und südlich der Donau, im Eferdinger Becken, im Zentralraum, im Inn- und Hausruckviertel, in den Voralpen des südlichen Berglandes, ja selbst in den höheren Lagen des Mühlviertels. In Folientunnels sowie unter Vlies und Folie werden sie auf kleineren Flächen bereits jetzt geerntet, der Großteil der Erdbeeren auf den meisten Feldern in Oberösterreich wird im Juni reif.

Fotocredit: Stefan Stinglmayr

AutorIn: LK Burgenland, LK Oberösterreich & LK Niederösterreich
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