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Stmk: Heimischer Chinakohl

05.02.2018

Februar ist Monat des Chinakohls. Dieser ist eine interessante Alternative zu spanischem Eissalat oder italienischem Endiviensalat. Erstmals gibt es in der Steiermark roten Chinakohl, der es in der Küche mit italienischem Radicchio aufnimmt.

Bild Aktuelles

10 steirische Großküchen für Chinakohl-Aktion
Gleich zehn heimische Großküchen und Restaurants (www.steierergemuese.at) haben sich erstmals dieser Aktion der heimischen Chinakohl-Bauern angeschlossen. Sie werden bis Ende Februar ihren Gästen täglich Chinakohl klassisch als Salat oder kreativ und vielfältig von Chinakohl-Suppen über Chinakohl-Rouladen bis hin zur Kohl-Lasagne servieren. Küchenchef Johann Leitner von JH-Catering aus Graz Liebenau, der allein täglich 3.000 Mittagessen an die Firma Magna liefert, sieht die Vorteile: „Steirischer Chinakohl ist fixer Bestandteil auf dem Speiseplan, weil wir bewusst gesunde und heimische Lebensmittel verwenden wollen.“

Geschnittener Chinakohl
Geliefert werden von den Produzenten je nach Wunsch frisch geschnittener Chinakohl oder klassische Salatköpfe aus dem Naturlager. „Mittelfristig wollen wir etwa 25 Prozent unserer heimischen Chinakohl-Ernte an Großküchen vermarkten“, ist Franz Kober, Obmann der rund 100 steirischen Produzenten optimistisch.

Sehr gute Qualität aus dem Naturlager
„Die heurige Chinakohl-Qualität ist ausgezeichnet, weil er trocken ins Naturlager kam und die Nächte bisher entsprechend kalt waren. Sehr zufrieden sind wir auch mit den Erntemengen“, schwärmt Kober. Luft nach oben hat allerdings der Produzenten-Preis.

Chinakohl ist steirischer Wintersalat - Erstmals roter Chinakohl
Zurzeit ist Chinakohl als heimisches und saisonales Gemüseprodukt sehr begehrt und noch bis Ende des Winters verfügbar. Chinakohl wird Anfang August gesät und Ende Oktober, Anfang November geerntet. Anschließend wird er in gut isolierte Kisten verpackt und ohne technische Kühlung gelagert. Eine Lagerung ist bis März problemlos möglich, die gute Qualität bleibt dabei erhalten. Erstmals gibt es Chinakohl auch in roter Farbe. Diese ausgesprochene Rarität ist ein beliebter Hingucker auf dem winterlichen Salatteller.

Mild, leicht verdaulich und absolut kalorienarm
Chinakohl ist ein mildes und leicht verdauliches Kohlgemüse. Seine geschmacksbestimmenden Senföle und die Ballaststoffe fördern die Verdauung. Ein besonders hoher Vitamin C-Gehalt, etwas Vitamin B, Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor, sekundäre Pflanzenstoffe mit nur 13 bis 16 Kalorien je 100 Gramm zeichnen den Chinakohl aus. Die besondere ernährungsphysiologische Bedeutung des Chinakohls liegt aber in seinen hochwertigen Aminosäuren: Das Blatt-Eiweiß macht gut zwei Prozent aus. Chinakohl kann somit Vegetariern als wichtiger Eiweißlieferant dienen. Besonders wertvoll ist sein vergleichsweise hoher Gehalt an Folsäure, der die Blutgefäße gesund hält und unentbehrlich für die Zellbildung und -teilung ist.

Steiermark ist Chinakohl-Land
Die regionale Herkunft der Lebensmittel wird den Konsumenten immer wichtiger. Sie schätzen kurze Transportwege, um das Klima zu schützen. Rund 100 steirische Gemüsebaubetriebe kultivieren auf etwa 300 Hektar dieses gesunde Wintergemüse. Die Steiermark ist somit der größte Produzent in Österreich. Das Kerngebiet des steirischen Chinakohlanbaus liegt in den Bezirken Weiz, Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark.

Bildquellen: LK Steiermark Gartenbau
Bild 3: Küchenchef Johann Leitner kennt die Vorzüge des heimischen Chinakohls.

AutorIn: Mag. Rosemarie Wilhelm (LK Steiermark)
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