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Das „Kasermandl“ ist österreichweit die einzige Prämierung für Milchprodukte und Käse in dieser Art. 2018 gab es einen erneuten Probenrekord. So wurden exakt 441 Käsesorten und Milchprodukte aus acht ...
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„Die GenussKrone Österreich-Bundessieger sind Vorreiter bei Innovationsgeist, Produktqualität und Geschmack. Sie sind Vorbilder des gesamten Direktvermarktungssektor und bei Konsumenten Imageträger fü ...
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Folgende sechs oberösterreichischen Betriebe dürfen nun zwei Jahre lang die GenussKrone für ihr prämiertes Produkt tragen und sich als Bundessieger bezeichnen:    Franz und Clemens Aichber ...
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Den Marillenfreunden stehen heuer sehr gute Qualitäten zur Verfügung. Die Erträge sind durchschnittlich; allerdings haben auch einige Betriebe größere Ertragseinbußen durch Frostschäden. Die Früchte k ...
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Die Ziegenhaltung in Oberösterreich zeigt in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung. In unserem Bundesland werden derzeit rund 29.000 Ziegen gehalten. Dies sind 30 Prozent des gesamten Ziegenbesta ...
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Die GenussKrone wird alle zwei Jahre vergeben. Ziel ist es, die besten bäuerlichen Produkte zu finden und auszuzeichnen. In Niederösterreich konnten heuer ganze 51 bäuerliche Betriebe mit 68 Produkte ...
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Die 18 bäuerlichen Landessieger konnten sich auch als Finalisten für die GenussKrone Österreich qualifizieren. Aus ganz Österreich haben sich 340 Betriebe mit 403 Produkten für die GenussKrone Österre ...
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10. Juni, von 10 bis 17 Uhr im Steiermarkhof in Graz. Wer kennt sie nicht, die Bauernkrapfen, Apfelkrapfen, Stanglkrapfen, Tauchmodelkrapfen, Schneeballen, Weinstrauben, Heiligengeistkrapfen oder geb ...
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Die GenussKrone Österreich ist die höchste Auszeichnung, die ein heimischer Direktvermarktungsbetrieb für seine bäuerlichen Produkte erhalten kann. Sie wird alle zwei Jahre an die besten Direktvermark ...
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„Prämierungen sind eine wichtige Maßnahme zur Qualitätssicherung und Produktentwicklung. Qualität und Innovation stehen für die unabhängige Fachjury im Vordergrund. Alle nominierten Produkte werden be ...
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Vielfalt an preisgekrönten, veredelten Produkten. 16 Vorarlberger Betriebe hatten sich im Vorfeld durch sehr gute Platzierungen bei Prämierungen in Vorarlberg oder österreichweiten Prämierungen für di ...
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Volles Aroma dank Sonnenschein. Die trockene, warme Witterung des heurigen Frühjahrs hat dazu geführt, dass die Erdbeerpflanzen besonders gesund und die Früchte besonders aromatisch sind. Somit steht ...
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 Die Bildungsangebote der Landwirtschaftskammer NÖ, LFI NÖ und der landwirtschaftlichen Schulen wurden im vorliegenden Bildungsprogramm speziell für DirektvermarkterInnen, Buschenschänk ...
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Öl aus bäuerlicher Produktion wird immer beliebter - In Oberösterreich gibt es seit kurzem zwei „Ölkaiserinnen“

06.03.2018

Immer mehr bäuerliche Betriebe in Oberösterreich beschäftigen sich mit der Direktvermarktung, insgesamt sind momentan 2.064 Bauernhöfe in der Direktvermarkter-Datenbank gelistet. Die meisten dieser Bäuerinnen und Bauern vermarkten Fleisch, Milch oder auch Obst und Säfte, manche steigen aber in einen neuen Zweig der Erwerbskombination ein: die Ölproduktion. Momentan gibt es in Oberösterreich 80 Direktvermarkter von kaltgepressten Ölen und ihre Zahl steigt kontinuierlich an. Seit kurzem gibt es unter den oberösterreichischen Direktvermarktern zwei „Ölkaiserinnen“: Elisabeth Gneissl aus Frankenburg, Bezirk Vöcklabruck, und Christina Schümann aus Neukirchen/Enknach, Bezirk Braunau. Sie wurden bei der Ab Hof-Messe in Wieselburg mit ihrem Sonnenblumenöl bzw. ihrem Bio-Leinöl zu Bundessiegerinnen ausgezeichnet. Zudem gibt es erfolgreiche Beispiele für Kooperationen in der bäuerlichen Ölproduktion.

Bild Aktuelles

Zwei Ölkaiserinnen. Bei der Prämierung zum Ölkaiser wurden insgesamt acht Bundessiege in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Die „Ölkaiserin“ Elisabeth Gneissl, Bäuerin in Frankenburg, hat mit ihrer ersten Ernte von vier Hektar Sonnenblumen den Ölkaiser für Sonnenblumenöl bekommen. Erfahrung sammelte sie bisher in der Kürbiskernölproduktion und sie verkauft ihre Öle ab Hof, an Food-Coops, an Bäcker wie auch Wirte, die ihr regionales Sortiment sehr schätzen.
„Ölkaiserin“ Christina Schümann aus Neukirchen an der Enknach im Bezirk Braunau kam nach dem Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie zurück ins Innviertel und führt die in den 1990iger Jahren begonnene Ölproduktion weiter. „Ich mag bei der Direktvermarktung den Kontakt mit den Kunden und meine besondere Leidenschaft ist die Entwicklung von neuen Produkten. Seit kurzem gibt es bei mir ein Bio-Chili-Öl und saisonal produziere ich verschiedene Kräuteröle“, so Christina Schümann.
 
Große Produktpalette. Insgesamt ist die Produktpalette der bäuerlichen Öl-Produzenten groß: Es gibt Raps-, Kürbiskern-, Leinsamen-, Nuss-, Sesam-, Sonnenblumen-, Mohn-, Hanf-, Kümmel-, Schwarzkümmel-, Leindotter-, Soja und auch Distelöl aus bäuerlicher Produktion. „Einige dieser bäuerlichen Ölproduzenten haben sich auch in Kooperationen zusammengeschlossen und organisieren den Anbau der Ölsaaten, die Verarbeitung und Vermarktung gemeinschaftlich. Die Landwirtschaftskammer begrüßt solche Projekte, weil diese den Landwirten die Gelegenheit geben, sich in der Erwerbskombination zu diversifizieren“, erläutert Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ.
 
Kooperationen: Pramoleum und Farmgoodies. Erfolgreiche Beispiele für solche Kooperationen sind Pramoleum in Sigharting, Bezirk Schärding und Farmgoodies in Niederwaldkirchen, Bezirk Rohrbach. Während sich Pramoleum auf die Produktion von Kürbiskern- und Rapsöl und andere Produkte aus Kürbiskernen spezialisiert hat, bieten die Mühlviertler Farmgoodies Lein-, Hanf-, Raps-, Kürbiskernöl, Leindotter- und Mohnöl sowie Bio-Sonnenblumenöl.
Die Farmgoodies-Gründer Judith Deutschbauer-Rabeder und Günther Rabeder begannen 2012 am eigenen Bauernhof Lein, Mohn und Raps zu kultivieren und zu hochwertigen Speiseölen zu verarbeiten. „Durch die kurzen Transportwege und die kleinen Strukturen sind wir in der Aufbereitung besonders schnell. Wir brauchen keine Lagerzusätze oder ähnliches, da wir laufend frisch verarbeiten. Das Hauptaugenmerk der Farmgoodies liegt weiterhin am Anbau von Bio-Öllein, der im Mühlviertel ideale Wachstumsbedingungen vorfindet.  
Bei Pramoleum haben sich 2010 fünf Landwirte in Sigharting und Raab zusammengeschlossen, um den Ölkürbis als alternative Kultur in der Region zu etablieren. „Unser Ziel ist es, den Kunden ein regional erzeugtes, echtes und reines Kürbiskernöl, Rapsöl sowie Kürbiskern-Spezialitäten anzubieten“, erläutert Geschäftsführer Alois Selker. Mittlerweile stellen auch Mohn, Quinoa, Amaranth oder Kümmel für die Vertragsbauern gute Alternativen dar. Durch diese erweiterte Produktpalette zählen jetzt vermehrt auch Gastronomiebetriebe und Hotels zu den Abnehmern, weil die besondere Qualität aus Oberösterreichgeschätzt wird.
 
Bäurliche Direktvermarkter. Einen Überblick über die bäuerlichen Direktvermarkter von Ölen gibt es auf der Homepage von Gutes vom Bauernhof unter www.gutesvombauernhof.at bzw. werden Bio-Öle auf der Homepage von Bio Austria unter www.bio-austria.at/biomap aufgelistet.
 
Welches Öl wofür?
 
Leinöl
Leinöl wird aus den Samen vom Flachs (Leinsamen) gewonnen. Leinöl wird als kaltgepresstes, goldgelbes Öl angeboten und hat einen nussigen Geschmack. Da das Öl einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren besitzt, reagiert es empfindlich auf Sauerstoff und ist dadurch nur bedingt lagerfähig. Meist kann man das Öl in dunklen Flaschen kaufen. Nach dem Öffnen sollte es kühl gelagert bzw. rasch verbraucht werden. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit ist das Öl vor allem in der kalten Küche geeignet. In Kombination mit Käse oder Topfen schmeckt es vorzüglich.
 
Rapsöl
Rapsöl wird aus dem blühenden Raps gewonnen. Kaltgepresstes, hitzeempfindliches Rapsöl hat einen intensiven Geruch, Geschmack und eine gold-grünliche Farbe. Raffiniertes Rapsöl hingegen ist geschmacksneutral und eignet sich für scharfes Anbraten. Am besten nutzt man das kaltgepresste Öl für Salate, kalte Gerichte und Gemüse.
 
Kürbiskernöl
Kürbiskernöl überzeugt nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe des Kürbiskerns. Vielen Gerichten gibt das Kernöl eine einzigartige Würze, vor allem Salaten, Bohnen, Wurzelgemüse oder auch Rindfleisch.
 
Tipps für Lagerung und Verwendung von Öl

  • Um ein Ranzigwerden der Öle zu vermeiden, ist beim Kauf darauf zu achten, dass die Flaschen   nicht zu groß sind.
  • Zudem sollte das Öl möglichst lichtgeschützt und kühl gelagert werden.
  • Nach dem Öffnen eines Öls sollte dieses je nach Fettsäurenzusammensetzung rasch verbraucht werden.
  • Sollte ein Öl dennoch ranzig geworden sein, ist es nicht gesundheitsschädlich.
  • Beim Konsum von Ölen sollte man auf Abwechslung achten. Dies wirkt sich aufgrund der unterschiedlichen Inhaltsstoffe positiv auf die Gesundheit aus.
  • Einige Öle sind besser für die kalte Küche geeignet, einige können auch erhitzt werden. Sobald ein Öl in der Pfanne zu heiß wird beginnt es zu Rauchen, ein Anzeichen, dass es ungeeignet für das Braten ist.

    Bildnachweis:
    (Abb.1): LK Oberösterreich, (Abb.2): farmgoodies GmbH

AutorIn: Mag. Maria Dachs, LK Oberösterreich
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