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Milch Direktvermarktung

Agrar.Projekt.Verein / Bernhard Bergmann

Jeder Landwirt darf die am Betrieb hergestellte Milch entweder als „eingetragener“ oder als „zugelassener“ Lebensmittelunternehmer vermarkten bzw. dürfen Milcherzeugnisse aus selbst produzierte Milch hergestellt und vermarkten werden (bei Kuhmilch war bis März 2015 D-Quote vorausgesetzt; seither gilt die Milchmeldeverordnung 2010).

Mit der LFBIS-Nummer ist jeder Landwirt automatisch als Lebensmittelunternehmer eingetragen (= registriert).
Eine Zulassung als Lebensmittelunternehmer ist notwendig, wenn pasteurisierte Trinkmilch, nichtfermentierte Flüssigmilcherzeugnisse (Kakao, Vanillemilch etc.) oder Eis aus Rohmilch hergestellt werden oder wenn Milch und Milcherzeugnisse an den Großhandel oder ins Ausland vermarktet werden bzw. wenn Milch für die Verarbeitung zugekauft wird.

Für eine Neu-Zulassung ist ein Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft erforderlich, wobei dazu die „Einreichunterlage als Milchverarbeitungsbetrieb“ verwendet werden kann.

(D)-Milchquote-Nachfolgeregelung - Milchmeldeverordnung
Mit dem Auslaufen der Milchquotenverordnung 2015, wurden die Regelungen zur Direktvermarktung von Milch in der Milchmeldeverordnung 2010 (MMV 2010, BGBI. II Nr. 235/2010) angepasst. Für Direktvermarktungsbetriebe, die unter 10.000 kg Milch/Jahr für die Direktvermarktung eingesetzt haben, konnte eine Abschaffung der Meldung realisiert werden.

Direktverkäufer, die im Kalenderjahr 2015 mindestens 10.000 kg Kuhmilch für die Direktvermarktung eingesetzt haben, müssen bis Ende März 2016 die für den Zeitraum April bis Dezember zur Vermarktung eingesetzte Milchmenge melden.

Die Meldung ist allerdings nicht mehr nach Produkten aufgeschlüsselt, sondern es ist lediglich die Menge der zur Direktvermarktung verwendeten Milch anzugeben. Weiter Informationen hierzu finden Sie unter https://www.ama.at/Fachliche-Informationen/Milch-und-Milchprodukte/Milch-Meldewesen


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